Tag der Obdachlosen

Es ist Herbstzeit in Berlin, die Tage werden kürzer und damit sinken auch die Temperaturen. Wir murmeln uns ein, genießen eine heiße Dusche, stellen die Heizung etwas höher und kuscheln auf unsere Couch.

Doch der Kampf gerade in der kalten Jahreszeit um Nahrung, Hygiene und Schlafmöglichkeiten stellt für viele Menschen eine tägliche Herausforderung dar.

In der Hauptstadt leben Tausende von Obdachlosen auf der Straße. Wie viele, keiner weiß es genau. Sie leben mitten unter uns und doch erscheinen sie für viele unsichtbar. Zu sehr haben wir uns an Ihren Anblick gewöhnt. Wir sind innerlich abgestumpft gegenüber ihren Bechern und Schildern, gegenüber ihren traurigen Blicken, gegenüber den Schnapsfahnen, zerrissen Kleidern und Hunden. Wir bemerken sie nur in der U-Bahn, wenn der Geruch für uns unerträglich ist oder wenn es unter der Brücke nach Ausscheidungen riecht.

Wir bitten Euch schaut nicht weg. Es gibt auch in diesem Jahr nur Platz für 1.200 Obdachlose in Notunterkünften für ungefähr 10.000 Personen, die in Berlin auf der Straße leben. Darunter viele Frauen und sogar Kinder.

Wir bitten Euch daher uns auch in diesem Jahr zu unterstützen. Wir möchten wieder durch unsere Aktion „Wärme-spenden“ Menschen unterstützen, die unsere Hilfe dringend benötigen.

Bertold Brecht:

„Reicher Mann und armer Mann
standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“

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